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Gehtraining



Patienten mit einer Claudicatio intermittens sollten mindestens 30 Minuten, besser 1 - 2 Stunden pro Tag ein Gehtraining absolvieren. Es kann als Intervalltraining durchgeführt werden, wobei zügiges Gehen mit langsamem abwechselt. Jeweils bei Beginn des Claudicatioschmerzes ist eine Pause bis zum Verschwinden der Beschwerden einzulegen.

Insbesondere bei kurzen Gehstrecken empfiehlt sich diese Behandlungsform, da durch die langsameren Passagen früher ein Erfolgserlebnis eintritt. Dagegen können Patienten mit langen schmerzfreien Gehstrecken grundsätzlich mit höherem Tempo trainieren (90 -–120 Schritte/Min), um häufiger an den beginnenden Claudicatioschmerz zu kommen und so einen intensiveren Trainingseffekt zu erzielen. Einmal pro Woche sollte die Belastung bis zum maximalen Claudicatioschmerz bei zügigem Schrittempo (120/min) als Behandlungskontrollle durch den Patienten vorgenommen werden. Falls ein Bestimmen der Gehstrecke in Metern nicht möglich ist, so genügt als Kontrolle auch die Schrittzahl (~ 0,75 m pro Einzelschritt) beziehungsweise die Zeit bis zum Einsetzen des Claudicatioschmerzes.

Damit kann relativ einfach die Effizienz der Therapie geprüft und ein etwaiges Fortschreiten der Krankheit mit zunehmender Verkürzung der schmerzfreien Gehstrecke frühzeitig erfaßt werden. Im Herbst und Winter muß mit schlechteren Gehleistungen als während der warmen Jahreszeit gerechnet werden. Wahrscheinlich ist eine verringerte Extremitätendurchblutung in kühlerer Umgebungstemperatur die Ursache.